Konstantstrom-Ladeverfahren: Laden mit einem konstanten Strom!
Puls-Ladeverfahren: Laden mit Stromimpulsen – Verhindert Kristallisation (Dendritenwachstums)!
Rückstromladen bzw. Reflexladen: Pulsladeverfahren, bei dem zwischen den einzelnen Stromimpulsen kurze Entladestromimpulse eingeschoben werden.
Konstantspannungs-Ladeverfahren: Die Ladespannung wird über die Ladezeit konstant gehalten (alte Technik).
IU-Ladeverfahren (CCCV - constant current constant voltage): Das IU-Ladeverfahren ist eine Kombination aus Konstantstrom- und Konstantspannungs-Ladeverfahren. Anfänglich wird mit einem konstanten, begrenzten Strom geladen. Bei Erreichen der gewählten Ladeschlussspannung auf Spannungsregelung umgeschaltet und mit konstanter Spannung weiter geladen, dabei sinkt mit zunehmendem Ladestand der Ladestrom selbsttätig ab.
IUoU-Ladeverfahren (mit Ladeerhaltung): Ladegeräte mit IUoU-Kennlinie arbeiten wie die zuvor beschriebenen IU-(CCCV)-Geräte, jedoch wird nach dem Laden bis zur Ladekennspannung auf Erhaltungsladung umgeschaltet. Bei der Erhaltungsladung (oft gepulst, sowie temperaturüberwacht) wird der Selbstentladung des Akkumulators entgegengewirkt. Ladegeräte mit dieser Kennlinie sind geeignet, dauerhaft Bleiakkumulatoren zu laden.
Berechnung von Akkumulatoren
Autobatterie (Bleiakku)
Batterie Nennspannung U: 12V
Batterie-Kapazität C: 40Ah (40A 1h)
Kurzschlussstrom Imax : 330A
Verbraucherstrom: I = 10A
Leistung Auto-Anlasser: P= 1KW
Wie lange kann der Verbraucher betrieben werden?
C = I x t
t = C : I
t = 40Ah : 10A = 4h
Lösung: Die Akkulaufzeit liegt bei 4 Stunden!
Wie hoch ist der Ladestrom bei Normal- und Schnellladung?
Normalladung: IL = 1/10 von C 40 : 10 = 4
Schnellladung: IL = 3/10 von C (40 : 10) x 3 = 12
Lösung: Der Ladestrom beträgt 4A für Normalladung und 12A für Schnellladung!
Wie hoch ist der Strom, wenn die Spannung beim Starten auf 7V absackt? Kann die Autobatterie diesen Strom liefern?
P = U x I
I = P : U
I = 1000W : 7V = 143A
Lösung: Der Anlasserstrom liegt bei 143A. Die Autobatterie kann einen Strom von max. 330A liefern. Die Antwort lautet somit: "Ja".
Ein Gold-Cap ist ein Doppelschicht-Kondensator und wurde 1972 von der Firma Panasonic entwickelt und 1978 auf den Markt gebracht. Von einigen Herstellern wird er unter der Bezeichnung Super-Cap gehandelt. Gold ist in diesem Kondensator nicht enthalten. Der Doppelschichtkondensator oder Gold-Cap ist eine Mischung aus Batterie und herkömmlichen Kondensator. Er kombiniert Schnelligkeit und seinen großen Energiespeicher zu einem Superkondensator. Durch den Doppelschichtkondensator wurden einige Anwendungen erst möglich. Er ist trotz seiner hohen Kapazität besonders klein. Die Spannungsfestigkeit ist nicht besonders hoch. Sie liegt bei wenigen Volt. Der Gold-Cap eignet sich jedoch wegen seiner hohen Kapazität als Überbrückungsspannungsversorgung. In Geräten in denen Daten bei ausgeschaltetem Zustand erhalten bleiben sollen, ist er besonders geeignet. Die Lebensdauer des Gold-Cap ist auf 8 bis 10 Jahre begrenzt. Die Lebensdauer reduziert sich schneller, wenn die Betriebstemperatur höher liegt als erlaubt oder wenn häufig hohe Ströme entnommen werden. Dann tritt mit der Zeit ein Kapazitätsverlust auf. Ein Gold-Cap eignet sich dann am besten, wenn er selten und mit geringem Strom geladen und entladen wird.
Die ungeheure Kapazität einzelner Zellen von bis zu 3000F ermöglicht die Herstellung von Großmodule, so dass z.B. Straßenbahnen große Strecken ohne Oberleitung fahren können, und beim Bremsen die gewonnene Energie wieder speichern können (Rekuperation). Hochleistungzellen von bis zu 3000F und sehr geringem Innenwiderstand werden z.B. in Bussen und Nutzfahrzeugen zur Energierückgewinnung eingesetzt und tragen erheblich zur Treibstoffeinsparung, Kosteneinsparung und Emissionsreduktion von CO2 bei.
Kapazitäten bis 5000 F.
Spannung liegt zwischen 2,5 und 2,7 Volt (pro einzelne Zelle).
Temperaturbereich zwischen -40°C und +60°C.
Berechnung des Überbrückungszeitraumes mit Gold-Caps
ULade = Ladespannung (V)
Umin = minimale Betriebsspannung (V)
C = Kapazität (F)
T = Überbrückungszeitraum (s - Sekunden)
I = Stromaufnahme (A)
T = ( ( ULade - Umin ) x C ) : I
Ein handelsüblicher Gold-Cap hat einen Wert von 25F. Wie hoch ist die Überbrückungszeit, wenn die Ladespannung bei 2,5V beträgt, die Spannung bis 2V absacken darf und der Haltestrom bei 10mA liegt?
Lösung: (2,5V – 2V) * 25F / 0,01 = 1250 s - ca. 21 Minuten!